© Musikverein Salzstetten e.V. 
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Geschichte

Bereits im Jahre 1810 wird in der Pfarrchronik erwähnt, dass es in Salzstetten Musikanten gab, die bei feierlichen Anlässen aufspielten. Doch die eigentliche Geschichte vom Musikverein Salzstetten erfolgte etwa um die Zeit des Jahre 1875. Es schlossen sich einige Musikidealisten aus der selbstständigen Gemeinde Salzstetten zu einer losen Gemeinschaft zusammen, um durch ihre Musik das kulturelle Leben der Gemeinde zu bereichern und der Einwohnerschaft Freude zu bereiten. Diese Männer gaben den Ansporn und den Anfang eines Musikerlebens in der Gemeinde, das heute nicht mehr wegzudenken wäre. In Andenken an diese Musiker möchten wir diese hier namentlich erwähnen. Es waren die Spielmänner Kaupp, Wilhelm Müller, Josef Wehle (Geigenbauer) Schultheiß Hug, Georg Fischer (Vater), Peter Fischer, Söhne und Johannes Fischer (früher Regimentmusiker); etwas später kamen dazu: Matthias Dettling, Wilhelm Dettling und Anton Hirth. Bei allen Anlässen der Gemeinde, der anderen Vereine, der Schule und der Kirche wirkten sie mit. Ein besonderer festlicher Anlass der damaligen Zeit waren die Hochzeiten in der Gemeinde. Wenn heute die Hochzeiten im Familienkreis gefeiert werden, so waren sie damals bis in die zwanziger Jahre hinein ein Feiertag für die ganze Dorfgemeinschaft, wobei die Musikanten den Ton angaben. Morgens ging’s mit Musik zum Standesamt, anschließend zur kirchlichen Trauung und von dort aus zum Gasthaus, in dem die Hochzeit stattfand. Den ganzen Tag hindurch, oft bis zum anderen Tag spielten die Musiker zum Tanze auf. Jede Arbeit und Mühe ist seines Lohnes Wert und so sammelte einer der Musiker immer nach ein paar Tänzen mit einem kleinen Teller in der Hand die Zehner und die Fünfer ein und tat sie in seinen Kittelsack, der oftmals zum anderen Morgen voll und schwer war. Einen besonderen Spaß leisteten sich die Musiker mit den Geschäftsleuten, die zur Hochzeit kamen. Diese behielten die Musiker besonders im Auge und wenn von ihnen einer die Hochzeit verließ, spielten sie ihn hinaus bis vors Gasthaus, was für die Geschäftsleute eine große Ehre war und so war unter dem Kleingeld auch manches großes Markstückchen darunter. Die Salzstetter Musikanten waren damals schon bis in die hinteren Waldgemeinden bekannt. Sie wurden zu Hochzeiten und zur Kirbe geholt, wobei sie oft bis zu 8 Tagen unterwegs waren. Nach dem 1. Weltkrieg fanden sich nach den noch lebenden Musikern jüngere musikbegeisterte Kräfte zusammen, um die alte Tradition wieder aufleben zu lassen und weiterzuführen. Es waren: Eugen Dettling als Dirigent, seine Brüder Fritz und Paul Dettling, Karl Strobel, Franz Luger, Anton Müller, Oskar Berge, Erwin Schweizer, Bernhard Hirth, Georg Dettling, Willi Berge, Johannnes Fischer, Anton Hug und etwas später Alfons Essig, Josef Müller, Bernhard Erath, Johannes Erath, Josef Hirth und Matthias Hirth. Durch fleißige Proben konnte bereits im Jahre 1927 an einem Preisspiel in Altensteig teilgenommen werden welches mit der Auszeichnung 1A erfolgreich absolviert wurde. Die stetige Aufwärtsentwicklung in den dreißiger Jahren, wo die Kapelle 23 aktive Musiker zählte, zeugte von Energie und dem Fleiß der Musiker, in dem sie noch an weiteren Preis- und Wertungsspielen teilnahmen. Die Pokale und Urkunden schmücken heute noch das Vereinslokal und halten die Erinnerung der musikalischen Tradition wach. Bei der Rückkehr wurde die Kapelle jedes Mal am Ortseingang vom Gesangverein empfangen, der die Kapelle in ein Lokal begleitete, wo der Erfolg gefeiert wurde. Nach dem 2. Weltkrieg, währenddessen die Kapelle auch Opfer bringen musste, fanden sich die Musiker wieder zusammen und es wurde die allgemeine Ansicht vertreten, die Kapelle auf eine breite Basis zu stellen und einen ordentlichen Verein zu gründen. Altbürgermeister Gustav Müller erließ dann einen Aufruf zur Gründungsversammlung, die am 25. November 1950 im Gasthaus Engel stattfand, bei der sich spontan 31 aktive und 44 passive Mitglieder bereit fanden, einen Verein zu gründen. das Resultat der Vorstandswahl lautete: 1. Vorstand Gustav Müller 2. Vorstand Dr. Hans Holl Kassierer Anton Müller Schriftführer Alfons Essig Beisitzer: Karl Strobel, Matthias Dettling, Georg Dettling, Josef Hirth, Johannes Erath und Anton Wehle.
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